St. Pantaleon
 
St. Pantaleon

St. Pantaleon

  Der Blick aus dem Westwerk in das Kirchenschiff fängt sich an Kölns ältestem Orgelgehäuse über dem prachtvollen spät- gotischen Lettner, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts von brabantischen Künstlern geschaffen wurde. Ein Besuch der Schatzkammer lohnt sich allein schon wegen der beiden Reliquienschreine des 12. Jahrhunderts, die zwar nicht mit der Einzigartigkeit des Dreikönigenschreins im Dom konkurrieren können, aber doch hervorragende Beispiele für das hohe Niveau der mittelalterlichen Goldschmiedekunst im Rhein- Maas Gebiet darstellen.

Trotz aller Zerstörungen und Veränderungen, die diese dem griechischen Märtyrer Pantaleon geweihte Kirche über sich ergehen lassen mußte, gehört sie zu den bedeutendsten Bauten Kölns. Vor allem das Westwerk, über dessen Mittelturm man übrigens im vergangenen Jahrhundert einen optischen Telegraphen errichtet hat, gehört zu den Höhepunkten ottonischer Architektur. Erzbischof Bruno, der Bauherr, war der Onkel Kaiser Ottos II., dessen Gemahlin, die byzantinische Prinzessin Theophanu, hier begraben liegt.

 
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