St. Andreas
 
St. Andreas
  Sein zweigeschossiger, achtseitiger Vierungsturm setzt mit seinem charakteristischen Faltdach über Dreiecksgiebeln einen bemerkenswerten romanischen Akzent zwischen der beherrschenden Wucht der gotischen Domtürme und den mehr oder weniger einfallslosen Baumassen der Nachkriegszeit, die sich vom Dom entlang der ehemaligen römischen Stadtmauer nach Westen erstrecken. Wie reich romanische Architektur sein kann, zeigt nicht nur das kurze, mit prächtigen Friesen, Blendarkaden und Kapitellen über gedrungenen Stützen geschmückte Langhaus aus staufischer Zeit, das sich hinter der dämmrigen Vierungskuppel effektvoll zum lichtdurchfluteten gläsernen Saal des spätgotischen Langchors öffnet, sondern mehr noch die Vorhalle im gewaltigen Westbau, die mit ihren ausgezackten Gurtbögen geradezu exotisch anmutet. In der Krypta des ehemaligen Chorherrenstifts, das heute Dominikanerkirche ist, ruhen die Gebeine des gelehrten Dominikanerheiligen Albertus Magnus, der wie kaum ein zweiter das Denken des Mittelalters geprägt hat.
 
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