
|
|
Sein zweigeschossiger, achtseitiger Vierungsturm setzt mit seinem
charakteristischen Faltdach über Dreiecksgiebeln einen bemerkenswerten romanischen
Akzent zwischen der beherrschenden Wucht der gotischen Domtürme und den mehr oder
weniger einfallslosen Baumassen der Nachkriegszeit, die sich vom Dom entlang der ehemaligen
römischen Stadtmauer nach Westen erstrecken. Wie reich romanische Architektur sein
kann, zeigt nicht nur das kurze, mit prächtigen Friesen, Blendarkaden und Kapitellen
über gedrungenen Stützen geschmückte Langhaus aus staufischer Zeit, das sich
hinter der dämmrigen Vierungskuppel effektvoll zum lichtdurchfluteten gläsernen
Saal des spätgotischen Langchors öffnet, sondern mehr noch die Vorhalle im
gewaltigen Westbau, die mit ihren ausgezackten Gurtbögen geradezu exotisch anmutet.
In der Krypta des ehemaligen Chorherrenstifts, das heute Dominikanerkirche ist, ruhen die
Gebeine des gelehrten Dominikanerheiligen Albertus Magnus, der wie kaum ein zweiter das
Denken des Mittelalters geprägt hat.
|